Der Teil der Mauer, der nach dem Schlossbereich anzufinden ist, (ist) befindet sich in ziemlich schlechtem Zustand. Steine lösen sich aus dem ohnehin brüchigen Material. Man kann erkennen, wie wenig Instandhaltungen an den (der) noch vorhandenen Mauerresten vorgenommen wurde(n), womöglich aus Geldgründen. Die nächsten Reste lassen sich erst am Scheithof wieder erkennen. Der dort anzutreffende Rest weißt mehrere Öffnungen auf. Zum einen sind dies möglicherweise Schießscharten, wie es für Mauern typisch ist, zum anderen sind auch Öffnungen zu finden, die Abflussrohre sein könnten. Da es keine Müll- und Abwasserentsorgung in den mittelalterlichen Städten gab, wurden die Abfälle einfach auf die Straße geschüttet, wo diese sich sammelten und bei Regen oder durch Abwässer weggeschwemmt und möglicherweise durch eben solche Abflusslöcher aus der Stadt heraus liefen. Im darauffolgenden Bereich bis hin zum Postgelände konnten bisher keine weitern Überreste gefunden werden, wir nehmen an, dass sie dort einen Bogen machte. Bevor die Mauer allerdings die alte Post erreicht, lassen sich einige Häuser erkennen, welche altes Fachwerk und einen sehr verschachtelten Aufbau haben. Vor allem im Mittelalter, als für die Menschen (Einwohner) der Stadt der Schutz der Mauer lebenswichtig war und das damals geltende Stadtrecht nur bis zu den Grenzen des Mauerrings galt, versuchten man den vorhandenen Platz innerhalb dessen so weit wie möglich zu nutzen. (Deswegen baute man immerweiter an und auf die bestehenden Häuser der Stadt und das führte zu einer verschachtelten Aufbaustruktur bis hin zur Stadtmauer.)(sodass immer weiter auf- und angebaut wurde, bis die Häuser eben diesen verschachtelten Aufbau hatten.) Daher lässt sich annehmen, dass die Häuser eine enge Lage zur Eisenberger Mauer hatten. Auf dem Gelände der alten Post ist ein Stück der Mauer zu sehen, jedoch erst nach dem Abriss des dort befindlichen Gebäudes. Es ist jedoch anzunehmen, dass sie nicht in Originalhöhe oder – zustand zu sehen ist, da sie über die Jahre mehrfach zerstört und wieder aufgebaut worden ist. Weiter geht aus den Protokollen des Historischen Vereins hervor, dass die Mauer zwischen der heutigen oberen Geraer Straße und der Langen Gasse entlang verläuft. Im Folgenden kann man nur anhand von alten Karten und Vermutungen spekulieren, wo die Mauer war, da keine sichtbaren Reste vorhanden sind. Die Mauer verläuft über die Kreuzung zwischen Wächter- und Mauergasse, deren beider Namen auch über einen Zusammenhang mit der Eisenberger Mauer verraten. Dann setz sie sich parallel zur Wächtergasse fort. Der Name dieser Straße gibt einen Hinweiß auf ihre Lage zur Stadtbefestigung. Es wird angenommen, dass es bis Ende des 18. Jh. eine Torwache, bestehend aus 5-6 blau und rot uniformierten, mit Flinten und Säbeln bewaffneten Männern gab. Doch die Quelle, in der dies steht, ist unsicher. An der Kreuzung von Steinweg, Wächtergasse und der großen Bühl wurden neulich ( wann????) nach Abriss der sich dort befindlichen Häuser weitere Stadtmauerreste sowie ein älterer Abwasserkanal entdeckt. Die alten Steine hatten ein ca. 80 cm tiefes Fundament, welches auf Lehm stand. ( weitere Infos von Petermännchen gebraucht) Nun sind wir am südlichen Teil des Steintores angelangt, wo sich nun der Ring der Stadtmauer schließt.
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