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16.10.2007

konspekt Aufbau neue stadt

Quelle: Mitteilungen des Geschichts- und Altertumsforschenden Vereines zu Eisenberg, 13. Heft, 1898, S 8-13 und 68- 71

Seite 8- 13

Um 1557 ??

146 Häuser in der Stadt

4 Viertel

  1. linke Steinwegseite ( Steintor – Schlossgasse bis Schloss)
  2. Marktseite – Schlossgasse – Amtshaus
  3. Markt- Petersplatz
  4. rechte Steinwegseite+ Straßen an dessen Rückseite





Menschen waren früh von Stadt unabhängig( zogen früh aus Stadt aus)

Viel Garten - / Wald- / Feld- / Wiesenbau

Nikoleinkapelle = Kirche der Altstadt (liegt nicht da wo heute Stadtteil so heißt)


S 68- 71

Rüstungskammer Eisenberger Rathaus Bestand 1594:

· 26 lange Spieße

· 8 eiserne Scheiben für Roll- und Heerfahrtswagen

1557: große Ausgabe für Rüstleitern für Heerfahrtswagen

Feinde Eisenbergs: Räuberbanden, herrenlose Landsknechte

Nach 1558: Streit um Religion, Raub und Wegelagerei

1560/61 Pflasterung der Steinwegs

Straßenbeleuchtung seit ca 1824

konspekt alte und neue stadt

Quelle: Mitteilungen des Geschichts- und Altertumsforschenden Vereins zu Eisenberg in Thüringen, 36. Heft

1921: Fund von Mauerresten ( Kirche und Friedhof) im kämpferschen Fabrikgrundstück ( Kreuzung Heerstraße & Gösener Weg)

Kirche: lang und einschiffig ( Romanisch??)

Ca 30 m lang und 8-9 m breit

Turmartiger Vorbau

Osten: halbrunder Chor

Keller: Grabanlagen

Zerstörung durch Brandt

1219 Erwähnung als Kapelle

heiligen Nikolaus geweiht

Weitere Funde: Menschenknochen, Ziegel, Branderde, Mauerreste, Pflastersteine

Mauer: 60-80 cm behauene Steine

W: gerade O: leicht schräg

1907: Fund alte Mauer an Bahnhofsstraße

Altstadt: Haufendorf

Ein Haufendorf ist ein geschlossen bebautes Dorf mit unregelmäßigem Grundriss und häufig unterschiedlich großen Höfen, meist von einem Ortsetter umgeben. Haufendörfer entstanden in Mitteleuropa durch Zusammenwachsen benachbarter Weiler oder Gehöfte in Verbindung mit Bevölkerungswachstum und Siedlungskonzentration bereits im Mittelalter. Natürlich unterscheiden sich auch Haufendörfer. Je nach Erbschaftsformen in der Region sind sie locker gestaltet (bei Anerbenrecht) bzw. nach und nach dicht verbaut (bei Realteilung). Sie haben dabei meist einen unregelmäßigen Grundriss um einen zentralen Teich oder Platz. Gliederbar in Dorfkern, Ackerflur und Allmende. ( wikipedia, 29.04. 15:48 )

Planlos angelegt ( krumme Gassen)

Wahrscheinlich vor 1100 von Deutschen gegründet

Hecke, Wall, Graben, Mauer um Ortskern

1274 besonderes Ortrecht

verschwand nach Brand ( um 1470; nur 15 Häuser überstanden diesen) immer mehr

Name: sankt Nikolei oder Donitzschau

Weinberge 1150 angelegt

Lange deutsche Besetzung des Landes zwischen Saale und Elster

Neustadt: 1274 –1875

Planmäßig angelegt ( Steinweg teilt Stadt in 2 Hälften; 3 Gassenzüge kreuzen ihn)

Rechtsgeschäfte von dort aus

Rathaus+ Burg dort

Auch Kapelle dort

Markt nicht genau in Mitte da Mulde dort

Markt: Gleichseitiges Rechteck

N Mauer+ Gassengekrümmt da Geländemulde

3 Freihöfe

Befestigung: Burg und Mauer

Mauer zwischen Freihöfen: Schutzturm ( 1: bis 1875 in der Nähe der Mauergasse; 2: Laboratorium Herzog Christians; 3: Stadtfronfeste am Obertor)

Beide Städte : nebeneinander und mit Mauer umgeben

Befestigung beider Städte im Zeitraum von 40- 50 Jahre

03.07.2007

Konspekt: Geschichte Eisenberg

Die Gründungsgeschichte Eisenberg
von E. Krumbholz

In: „Zwischen Saale und Elster“ – Monatszeitschrift für den Kreis Eisenberg, Mai 1956 Jahrgang 1

eine Version mit Words (--> übersichtlicher!) liegt bei semi-smeb@web.de!


Alte Stadt

- zuerst entwickelt (vor 1100 bzw. 995)
- Gründung durch deutsche Kolonisten
- in Gegend des Bahnhofs
- weit ausgedehnt
- Haufendorf: weit verstreute Häuser
- um Kirche herum

- bekam Stadtmauer 1174
- wurde zerstört im Krieg 1190

- Kirche der Altstadt
- Verdienten an Handel bei Wallfahrten
- Vor 1470 durch Brand bis auf
15 Häuser zerstört --> viele zogen in Neue Stadt

- aufgrund der Kirche „St. Niklas“
bzw. nach Slawn „Donitzschkau“
genannt



Neue Stadt

- zu großem Teil auf Hochebene

--> Markgraf gab Stadt beim Krieg 1190 auf und
siedelte planmäßig Teil d. Bewohner auf der Höhe an
- durch Berge besser geschützt
- konnte besser verteidigt werden (dafür wurde auch Burg gebaut, Stadt und Burg gleichzeitig angelegt)
- Stadtrecht: 24.Juli 1274, auch zur Verbesserung der Mauer
- nach einem „Ritter Iso“ benannt, der hier mit seinen Mannen Ort gründete oder wegen Erz-/Eisenvorkommen und -verarbeitung

Konspekt: Schlossgelände

Mitteilungen des Geschichts- und altertumsforschenden Vereins zu Eisenberg im Herzogtum Sachsen-Altenburg. 21. und 27. Heft (V. Band, 1. und 2. Heft). 1910



Schloss

- Renaissance-Zeit-Formen aus 16.Jh., wurde fast komplett zerstört, als: Barockbau des Hauptschlosses gebaut im 17.Jh. unter Herzog Christian (s. 1)

Ursprüngliche Schlossanlage:

- Schloss ähnelte „im Großen und Ganzen“ den Ronneburg und Kahla: „Hier wie dort bildete die Burg einen Teil der Stadtbefestigung, eine Art Zitadelle. So lag auch in Eisenberg das Schloß hinter dem Wall und den Graben, der die Stadt umgab [...] Er umzog das sonach auch das Schloß auf der Südseite, obgleich hier durch den steilabfallenden Hügelhang ein natürlicher Schutz schon gegeben war. Wie weit vor dem Schloß nach Westen sich die Grabenanlage erstreckt hat, können wir heute nicht mehr feststellen.“ (s.4)

- Vermutung, dass Graben in Nähe heutiger Schlossgarteneingang zuende ist à Zwinger ohne Wasser muss dort gewesen sein (s.5)
- Vermutung, dass Zugang zu Schloss über Zugbrücke auch eines der Stadttore gewesen ist (Tor auf Titelbild des Gotterschen Gesangbuches zu sehen) (s.5)
- 1543: zahlreiche Neubauten an den Toren

- Erläuterungen / Beschreibungen zu Schloss-Hauptgebäude + fürstl. Wohngemächern + „das neue Gebäude“ + Turmbau (1555) + Turmsturz 1672 + Küche + Pferdestall + Schlosshof + Schloßgarten

- 1908: Grabung unter dem Tor der Schlosskirche, Treppe gefunden:
- 1535: Bau Treppe, mit Ziegeln verdeckt, in den Graben hinter dem Schloss gehend (!), „Die Lage dieser Treppe bestätigt uns den eingangs beschriebenen Verlauf des Stadt- refp. Schlossgrabens...“
- „Getrete“ an der Remnate „scheinen, wenigstens nicht sämtlich, zunächst nicht in den Graben geführt zu haben, wie man das auf vielen Abbildungen sonst sieht.“ (s.10)

- neben „vorderem Querhaus nach der Stadt“ gibt’s noch: „hinteres Querhaus nach dem Graben“
- Querhaus: Erker- oder Giebelhaus, hier: Giebelhäuser des jetzigen Marstalls
- Zwischen den beiden Querhäusern: Torhaus nach der Stadt = Stadteingang (s.10)

- Schlossgarten = Raum zw. Stadt + Schloß
1574: „zu 3 ½ Viertel Acker Bienenwachs vermessen worden“
bis in neueste Zeit durch Zulauf benachbarter Grundstücke erweitert

Konspekt: Steintor / Kriegsgefahr für Eisenberg

Mitteilungen des Geschichts- und altertumsforschenden Vereins zu Eisenberg im Herzogtum Sachsen-Altenburg. 16. Heft (Band III, Heft 1). 1901



Kriegsgefahr

- Karl V: Glaubenskampf (ca. 1566/67)
- Befürchtung Durchzug spanischer Gruppen durch Thüringen („tyrannisches, unchristliches Volk“)
- 4.04.1267: belagertes Gotha musste kapitulieren
- vom Landesfürst erlangte Schutzbrief für Eisenberg bot keine ausreichende Sicherheit
- umfassende Reparaturen an allen Stadttoren
- Kauf von Blei und Pulver à bereit für bewaffneten Wiederstand



Steintor

- enthalten: gewöhnliches Gefängnis, wurde „Turm“ genannt
- zweites Gefängnis: „Hundehaus“ = Haftlokal im Rathaus
- mit Stadtwächtern (passten manchmal auch nachts auf Gefängnissitzer auf)



Strafprozess

- Strafgrund: z.B. „fleischliche Unzucht in unehelichem Stande“
- öffentliches Verfahren
- mit althergebrachten Aussagen
- 1521: Eingebieten des bloßen richterl. Rechtsgefühls, neu: Zeugenbeweis
- Anwendung Carolina (römisches Recht), Folter
- Manchmal an anderen Ort abgeschoben (aus Eisenberg verbannt)